Der Seam ist die sichtbare Naht an der Stelle, wo jeder Layer beginnt und endet. Mit den richtigen Slicer-Einstellungen kannst du sie vollständig verstecken — in Ecken, auf der Rückseite oder gleichmäßig über das Modell verteilt.
Bei jedem Layerwechsel muss der Drucker irgendwo anfangen. An diesem Punkt entsteht durch leichten Über- oder Unterdruck ein kleiner Buckel oder eine Kerbe. Je besser Retraction und Pressure Advance kalibriert sind, desto weniger fällt er auf.
| Modus | Beschreibung | Wann nutzen |
|---|---|---|
| Aligned / Hinten | Alle Layer starten an der gleichen Stelle (hinten am Modell) | Wenn die Rückseite nicht sichtbar ist |
| Nearest / Random | Startpunkt wechselt zufällig über die Oberfläche | Wenn kein einzelner Seam sichtbar sein soll (verteilt Fehler) |
| Concave / Scharf | Slicer sucht automatisch konkave Ecken am Modell | Beste Wahl für eckige Modelle — Seam verschwindet in der Ecke |
| Manuell (Paint-on) | Seam-Position direkt auf dem Modell einzeichnen | Präzise Kontrolle bei komplexen Modellen |
| Einstellung | Ziel | Tipp |
|---|---|---|
| Pressure Advance / LA | Druckschwankungen beim Start/Stop eliminieren | Wichtigste Maßnahme gegen Blobs am Seam |
| Outer Wall Speed | Seam-Bereich langsamer drucken | Outer Wall auf 40–60 % von Inner Wall |
| Wipe Distance | Filament vor Layerwechsel zurückziehen | 0.1–0.5 mm — verhindert Oozing am Seam |
| Start in Overlap | Seam leicht in vorherige Linie starten | Verringert sichtbaren Übergang |
| Innenwand vor Außenwand | Außenwand hat bessere Unterlage | Perimeter-Reihenfolge: innen → außen |
Der Scarf Joint Seam ist die modernste Methode. Statt einem harten Start/Stop wird der Übergang schräg über mehrere Millimeter verteilt — ähnlich einem schrägen Holzschnitt. Das Ergebnis ist so unauffällig, dass er mit bloßem Auge kaum noch zu erkennen ist.